Der Frieden zwischen Israel und Palästina ist möglich !!

Uri Avnery vertritt seit 1948 die Idee des israelisch-palästinensischen Friedens und die Koexistenz zweier Staaten: des Staates Israel und des Staates Palästina, mit Jerusalem als gemeinsamer Hauptstadt. Uri Avnery schuf eine Weltsensation, als er mitten im Libanonkrieg (1982) die Front überquerte und sich als erster Israeli mit Jassir Arafat traf. Er stellte schon 1974 die ersten geheimen Kontakte mit der PLO-Führung her.

  • Uri Avnery trifft Jassir Arafat - Foto Uri Avnery 1982

  • Festakt zur Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2008 der Internationalen Liga für Menschenrechte. Von links nach rechts: Mohammed Khatib & Abdallah Aburama (Bürgerkomitee von Bil'in), Rachel Avnery, Fanny-Michaela Reisin (Präsidentin der Liga), Uri Avnery, Adi Winter & Yossi Bartal (Anarchists against the wall) - Foto Michael F. Mehnert CC BY-SA 3.0

  • Bild Interview Sternenjaeger.ch Copyright 2012 - sternenjaeger.ch

Texte von Uri Avnery

«   Seite 18 von 456   »

Feb 22, 2018

Uri Avnery, 17.Februar 2018

 

HAB MITLEID mit dem Mandelbaum, besonders wenn er in voller Blüte steht.

 

Die Blüte des Mandelbaums heist auf Deutsch Mandelblüt. Das ist auch der Name von Israels Haupt-Rechtsbeamten, der „Rechtsberater der Regierung“.

 

Der Rechtsberater wird von der Regierung ernannt, muss aber völlig unabhängig sein. Er ist in der Praxis der Generalstaatsanwalt, die Person, die letztes über angeklagte Leute, besonders den Ministerpräsidenten, zu sagen hat. Das ist jetzt sein unglückliches Los.

 

Jetzt ist Mandelblit (so sprechen wir seinen Namen auf Hebräisch aus) in einer unmöglichen Position. Der Ministerpräsident ist offiziell von der Polizei wegen zwei Anklagepunkten von Bestechung beschuldigt worden. Jetzt muss Mandelblit entscheiden, ob er ihn vor Gericht bringt.

 

Aber Benjamin Netanjahu ist lange Zeit sein Wohltäter gewesen, hat seine Karriere an die Spitze gebracht. Beißt man die Hand, die einen gefüttert hat? Oder verrät man seine Pflicht?

 

Eine schreckliche Wahl.

 

Avichai Mandelblit wurde in eine Familie vom rechten Flügel in Tel Aviv geboren. Sein Vater war ein Mitglied der Irgun und ein Anhänger der rechten Partei. Abichai („Mein Vater lebt“ bedeutet Gott) nahm die Religion im Alter von 25 Jahren an und setzte eine Kippa auf seinen Kopf.

 

Nachdem er Jura studiert hatte, diente er in der Armee als Militär-Richter im besetzten Gazastreifen und anderen Militärjobs bis er der Chef der Justizabteilung der Armee wurde. Von dort war es ein kurzer Sprung zum Regierungs-Sekretär, die rechte Hand des Ministerpräsidenten, der zufällig Benjamin Netanjahu war.

 

Als die Stelle des „Rechtsberaters der Regierung“, ein Beamter mit gewaltiger Macht frei wurde, sah sich Netanjahu nach einem Kandidaten um. Und wen sah er? Ja, ganz richtig - den guten, loyalen Mandelblit.

 

Am Horizont erschienen schon alle Arten von kriminellen Verdächtigungen. Die wichtige Stellung des Rechtsberaters wurde sehr bedeutsam. Den religiösen, Anwalt vom rechten Flügel zu ernennen, war ein kluger Schritt.

 

Wie klug? Nun wir werden es bald wissen.





Seite 1 von 29   »

Jun 23, 2018

Jun 2, 2018

May 26, 2018

May 19, 2018

May 12, 2018

May 5, 2018

Apr 28, 2018

Apr 21, 2018

Apr 14, 2018

Apr 7, 2018

Mar 24, 2018

Mar 17, 2018

Mar 3, 2018